Zerlegung von Ammoniak

Bei der Zerlegung von Ammoniak über eine katalytische Nachreinigung der Abgasprodukte wird das daraus entstehende Brenngas für die PEM-Brennstoffzelle nutzbar gemacht. Darüber hinaus ist Ammoniak ein flüssiger, kohlenstofffreier Wasserstoffträger, der mit grünem Wasserstoff CO2-frei bereitgestellt werden kann.

Bild Ammoniak NH3



Ammoniakzersetzung durch katalytische Nachreinigung

Im Forschungsvorhaben wird Ammoniak zersetzt. Über eine katalytische Nachreinigung der Abgasprodukte soll das daraus entstehende Brenngas für eine PEM-Brennstoffzelle nutzbar gemacht werden. Nach dem Cracken des Ammoniaks liegen die Restkonzentrationen noch 200- bis 500-fach über dem Grenzwert. Die Konzentration von Ammoniak im Gasgemisch (Wasserstoff, Stickstoff und Ammoniak) ist für die PEM-Brennstoffzelle zu kritisch. Es bedarf einer Nachreinigung des Abgases auf einen maximalen Ammoniakanteil von kleiner als 0,1 ppm. Durch das Vorhaben soll diese Lücke geschlossen werden.

Für Energieträger der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft

Frei verfügbarer Wasserstoff – in diesem Fall gespeichert in Ammoniak – ist für eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft enorm wichtig. Durch die unkomplizierte und erprobte Lagerung von Ammoniak im industriellen Maßstab, kann Wasserstoff bei Bedarf überall dezentral eingesetzt werden. Die Entfernung des Restammoniaks aus dem Wasserstoffgasgemisch führt zur Steigerung der Ressourceneffizienz und der Anlagenstandzeit im Sinne der Korrosion und des Wirkungsgrades. So kann Wasserstoff bspw. in einer PEM-Brennstoffzelle nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus ist Ammoniak ein flüssiger, kohlenstofffreier Wasserstoffträger, der mit grünem Wasserstoff CO2-frei bereitgestellt werden kann.

Das diesen Ergebnissen zugrundelegende Vorhaben wurde vom Freistaat Thüringen bzw. dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wssenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) unter der Nummer 2021 WFN 0021 mit Landesmitteln gefördert.